13 February 2015

Augenkontakt

Ich frage mich manchmal - warum fällt es Menschen so schwer, Augenkontakt zu halten?
Mir ist das vor Jahren mal aufgefallen, als ich in der Bahn saß. Ich meine, ich bin selber nicht der kommunikativste oder offenste Mensch, aber ich gucke Menschen gerne an. So kommt es also, dass ich auch mal jemanden ziemlich direkt angucke, wenn es eben jemand interessantes ist. Und sobald derjenige das bemerkt, wird ihm unangenehm zu Mute. Dreht sich weg. Fummelt in den Haaren rum.
Früher hab ich mir einen Spaß draus gemacht, Leuten auf der Straße direkt in die Augen zu sehen - nur um zu gucken, wie sie sich verunsichert wegdrehen mit einem unangenehmen Gefühl.
In einem Schulgottesdienst vor Langem haben wir dann einen Zettel bekommen - Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln - und seitdem starre ich nicht mehr nur, sondern lächle auch, wenn jemand mich bemerkt.
Ich würde gerne mit mehr fremden Menschen in der Bahn einfach mal reden - aber von selber traue ich mich das nicht. Mal ein "Hey, wo fährst du denn hin?" bekomme ich zwar manchmal ab, aber nach Antwort und Gegenfrage ist es für gewöhnlich auch schon vorbei. Meine Bahnfahrten verknüpfe ich mehr mit Musik als mit Gesprächen. Und eigentlich ist das okay - aber ändern will ich es trotzdem.
In den letzten Wochen habe ich an meiner Schule viele Menschen kennen gelernt, die sonst nicht auf meinem Schirm waren - aber die ich jetzt schon lieb habe. Einfach nur, weil ich mich mal getraut hab, ein Gespräch weiter zu führen, Dinge zu übernehmen oder auf andere zuzugehen. Und jetzt fällt mir langsam der nahende Abschied von der Schule schwer. Aber das ist ein anderes Thema, wozu sicher noch ein anderer Post kommt.
Die Moral von der Geschicht - Traut euch einfach :)
Pick up my personal pieces
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6 comments:

  1. Huhu, danke für deinen lieben Kommentar. Also Vorabiklausuren sind bei uns zwar von der Wertung her noch immer normale Klausuren aber unter Abibestimmungen - was heißt gestempelte Bögen, Taschen & Handys nach vorn & wir kriegen Auswahlklausuren. Hab jetzt beide LK's hinter mir - Party!!
    Liebst,
    Farina

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  2. Den meisten Leuten geht es so schwer andere in die Augen zu sehen, weil sie dann denken, der andere könnte zu viel von einem erfahren oder sehen. Darum sieht man sofort wieder weg um sich quasi zu beschützen. Ich kann auch nicht einer fremden person (sei es mein mathelehrer oder ähnliches) länger als 2 sekunden in die augen sehen, obwohl ich sehr offen bin und leicht freunde finde :) aber das mit dem lächeln ist echt gut, da freut sich immer sofort jeder! :)

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  3. Super Post :)
    Ich finde das teilweise echt schwer Leuten länger in die Augen zu schauen, kann das irgendwie nur bei Menschen die mir wichtig sind und sehr nahe stehen! Aber finde ich super, dass du die Leute mal anlächeln willst, das kann bei manchen Menschen glaub so viel bewirken :)

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  4. Heeey,
    es ist eine richtige Ewigkeit her seitdem ich das letzte mal gebloggt habe, aber ich würde jetzt wirklich gern wieder anfangen, aber ich weiß nicht wie.
    Alle meine Leser kennen meinen Blog wahrscheinlich nicht mehr weil er seit 2 Jahren Still stand.
    Ich würd mich freuen wenn du mir einen Kommentar auf meinen Blog schreibst, wenn du eine Idee hast oder mir sagen kannst wo ich andere noch aktive Blogger wiederfinde, ich bin momentan total ratlos !
    Marlene :)

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  5. Ich frage mich das auch immer, warum es, mir selber auch, so schwer fällt Menschen in die Augen zu gucken. Ich habe mir auch mal vorgenommen - und tue es eigentlich immer noch, Menschen mehr in die Augen zu gucken und keine "Angst" davor zu haben, aber irgendwie bekomme ich das nicht hin. Ich gucke früher oder später immer weg. Ich glaube, es könnte einfach daran liegen, so denke ich das zumindest, dass man durch die Augen eines Menschen, das ganze "Innenleben" sehen kann und naja, nicht ohne Grund reden scheinbar viele Menschen nicht darüber wie es ihnen geht.
    Obwohl man mit dem Auto sehr viel flexibler ist, möchte ich eigentlich nicht auf meine Monatskarte verzichten, weil egal, wie nervig öffentliche Verkehrsmittel sind, man bestimmte Begegnungen hat, die im Auto nicht passieren würden. Deswegen setze ich mich jetzt häufiger in Bus oder Bahn ohne Kopfhörer, einfach, um mehr mit fremden, oft interessanten Menschen in Kontakt zu kommen und ihnen beim reden zu zu hören.
    Ich habe generell das Gefühl, dass es in dt. Großstädten einfach so ist, dass man nicht auf fremde Menschen zu geht und sich nicht mit ihnen mehr als nur smalltalk mäßig unterhält. Ich würde das schon mal gerne machen, aber irgendwie wäre das halt auch merkwürdig. Wäre sehr schön, wenn ich irgendwann selber anders über die Sache denken würde.
    Ich kann das sehr gut nachvollziehen mit dem Abschied von der Schule. Man hat sich schon in den letzten 12/13 oder mehr Jahren an die Menschen und an die Schule gewöhnt und teilweise, viele liebe Menschen kennen gelernt. Es ist halt sowas wie eine Routine, die manchmal nervig ist aber die ich jetzt noch nicht missen möchte. Ich versuche mir selber immer klar zu machen, wie sehr ich die Zeit in 1 1/2 jahren vermissen werde, wenn ich vorraussichtlich mit der Schule fertig bin.

    Irgendwie ist das ein verdammt langes Kommentar geworden. Ich hoffe es kommt nicht all zu komisch rüber, aber dein Post hat mich zum nachdenken und schreiben gebracht.

    liebe grüße
    charlotte

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  6. Sehr schöne Bilder ! :)

    Liebst
    Sabrina

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