27 June 2016

ABIKADABRI - UND DANN?!

zukunftsdenken.
Mittlerweile ist es über 1 Jahr her, dass ich mein Abi gemacht habe. Kurz davor habe ich hier höchst motiviert Posts geschrieben, in denen ich die vielen Möglichkeiten nach dem Abi aufgelistet habe. Ich hatte einen Plan. Für mich und für mein Leben, für meine Zukunft. Ich wollte ein Jahr FSJ machen und dann studieren. Oder vielleicht auch nur ein halbes Jahr FSJ, geht ja auch.
Bei uns gibt es wenige FSJ Stellen in dem Bereich, in dem ich das machen wollte, und so wurde das nix. Auch gut, dachte ich, dann halt gleich studieren. Kommunikationsdesign. Minuspunkt: Mappe abgeben. Ich hatte zu dem Zeitpunkt ca 2 Monate Zeit dazu, und weil mir klar war, dass das schwer werden würde, habe ich mich parallel noch für andere Studiengänge beworben. Ich war beim Zulassungstest für Architektur, aber ich habe nie erfahren, ob ich genommen wurde. Eine Mappe habe ich nie abgegeben. Ich mach das nächstes Jahr.
Ich bin auf einen Studiengang eingeschrieben, so ist das nicht. Germanistik. Weil's zulassungsfrei war, und ich so Sprachkurse an der Uni besuchen kann. Mittlerweile "studiere" ich das 2. Semester und ich war in keiner Vorlesung. Ich war ein paar Mal bei einem Französischkurs, aber mitgenommen habe ich da nichts. Im Laufe der Monate habe ich entschieden: Ich bin niemand für theoretische Dinge. Schule habe ich gehasst wie die Pest, ich bin wahnsinnig geworden dort.
Also, ein neuer Plan: Ausbildung. Ich will handwerklich arbeiten, will am Ende des Tages ein Ergebnis sehen. Und so habe ich Bewerbungen geschrieben. Zuerst als Gestalter für visuelles Marketing. Ich dachte, das wäre perfekt. Kreativ sein und handwerklich arbeiten. IKEA war da echt mein Traum. 2 Vorstellungsgespräche weiter: Ne, das ist nichts für mich. Dann an Mediengestalter. Hatte 2 Praktika - ist nix für mich, viel zu viel alleine arbeiten und ich will und kann nicht 8h am Tag am PC sitzen, das macht mich verrückt. Es folgte KFZ-Mechatroniker. Autos find ich super, ich verstehe schnell mechanische Zusammenhänge und im Probleme finden war ich eh schon immer gut. Nach 2 Vorstellungsgesprächen, in denen mir unmissverständlich klar gemacht wurde, dass ich als Frau in dem Beruf nichts zu suchen habe und eh sowieso viel zu dünn und schwach bin, hatte ich einerseits Komplexe und andererseits eine Möglichkeit weniger. Genauer gesagt: Alle Möglichkeiten ausgeschöpft.
Und habe dann nach dem allerletzten Rettungsanker gegriffen: Fotograf. Leise und unterbewusst wahrscheinlich immer schon mein Traumjob, aber ich war lange unsicher, ob ich mein Hobby zum Beruf machen soll. Ich habe mich bei genau 1 Fotografin beworben, weil das das einzige Fotostudio war, das mir vom Stil her zugesagt hat. Nach 2 Wochen Praktikum hatte ich die Ausbildungsstelle und Mitte Juli werde ich die Ausbildung beginnen. Die ersten Tage nach dem Praktikum bin ich vor Langeweile daheim fast gestorben und endlich habe ich mein Problem erkannt, das mich seit Jahren verfolgt: Ich brauche was zu tun, sonst verliere ich mich in meinen Gedanken, in meinen Problemen und Wehwehchen. Lange dachte ich, die Arbeit würde mich Kraft kosten, die ich nicht habe, aber ich habe etwas Wichtiges gelernt: Das alleine sein kostet mich Kraft, die Arbeit gibt sie mir. Vielleicht bin ich mehr Workaholic als ich dachte, aber auf jeden Fall bin ich viel weniger faul oder ein Stubensitzer, als man es das letzte Jahr hätte denken können.
Ich werde jetzt Fotografin und ich kriege das immer noch nicht so richtig in meinen kleinen Kopf. In 2 Jahren habe ich einen Gesellenschein und damit etwas Großes geschafft, an dem ich selbst lange gezweifelt habe. Ich freue mich auf die Zeit und bin begierig danach, zu Lernen. Sogar auf die Schule freue ich mich, was sogar in meinen Ohren unglaubwürdig klingt. Doch nach einem Jahr herumhängen und an sich selbst zweifeln klingt das endlich wieder nach einem festen Plan.

4 comments:

  1. Das passt auch voll zu dir calliiiiii ♥

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  2. Heeei dann sind wir ja schon zwei Fotografie-Azubienchen :D :)

    Ich freu mich sehr für dich, dass du das gefunden hast, was dich glücklich machen wird! Manchmal muss man ein bisschen herumirren und zweifeln, bis man den richtigen Weg gefunden hat :) Wenn ich mir deinen Blog anschaue und lese, wie du so bist, dann denke ich auch, dass du eine tolle Fotografin wirst! Das passt glaube ich supi zu dir <3

    Und auch wenn ich jetzt ersteinmal meine Ferien genießen muss (ich bin nämlich gerade erst aus meinem Fachabi gestolpert :D ), freue ich mich auch schon wahnsinnig darauf, dass es losgeht.
    Und die Schule soll auch alles andere als schulig sein (sagen jedenfalls meine Quellen... ;D )

    Liebst, Nele
    nele-m.blogspot.de

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  3. Oh und ich wollte einen winzigen Kritikpunkt/Verbesserungsvorschlag äußern:
    ich habe deinen Text hier total gern gelesen, nur leider ist der Zeilenabstand so klein, dass es mir ziemlich schwer fiel und ich immer wieder die Zeile verloren habe...
    Vielleicht könntest du das "beheben", damit man deinen tollen Blog noch besser lesen kann? :) <3

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  4. Boah ich will dir ja echt nichts, aber bitte bitte mach deinen Zeilenabstand größer! Ich will den Text lesen ohne dass mir die Augen abschmieren (ich bin doch schon ne omi :((((). Wenn du Schriftgröße 12 hast nimm einfach Zwei Punkt mehr als Zeilenabstand. Ich würde es dir wirklich danken hahahah <3 Kritik formulieren war nie mein ding also schüssss :D

    UND GEIL MAN! Freut mich mega, dass du die Möglichkeit hast das zu machen. Kfz hätte ich zugegebener Maßen auch hart gefeiert, aber Fotografie macht dann doch mehr Spaß danke ich. :D Viel Spaaaaaaß dabei!

    xx

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