24 November 2015

PARIS?!

PARIS
Kaum jemand weiß, wie er sich zu den Anschlägen in Paris äußern soll. Auf Facebook kann man sein Profilbild in Frankfreichfarben erscheinen lassen, es gibt einen Hashtag unter dem man seine Gebete und Wünsche an Paris teilen kann.
Doch indem man ein Profilbild ändert oder einen Hashtag nutzt kann man die Sache nicht besser machen. Im Grunde kann man kaum was tun, zumindest fühlt sich das so an. Und dieses Gefühl ist ziemlich beschissen. Das einzige, was man tun kann, ist aber auch genau das: Nichts. Einfach weitermachen wie bisher. Nicht auf Veranstaltungen verzichten. Keine Angst zeigen vor großen Städten. Eben das: Keine Angst. Denn das ist genau das, was der Terror will. Er will, dass wir Angst haben, dass wir unser Leben in Angst leben, uns nicht aus dem Haus trauen, dass wir keine Freude empfinden, ganz einfach: Das Leben ausschließen, weil wir Angst haben.
Damit ist die beste Waffe gegen den Terror, zu zeigen, dass man eben keine Angst hat. Dass man trotzdem feiern geht, dass man trotzdem in den Urlaub fährt - und zwar ganz egal, wo hin -, dass man glücklich ist.
PARIS
Klingt nach Wegschauen, ist es auch ein bisschen, aber eigentlich ist es das nicht. Es ist alles, was wir tun können, denn alles, was wir tun können, ist, nicht das zu geben, was der Terror von uns will.
Anschläge sind fürchterlich und grausam und ich kann es nicht nachvollziehen, was Menschen dazu bringt, so etwas zu tun. Ich kann nicht verstehen, wie man fremde Menschen wahllos umbringt und auch noch denkt, man tut etwas gutes. Ich kann nicht verstehen, wie solche Pläne im Kopf eines Menschen entstehen können, und noch viel weniger, wie man diese Pläne in die Tat umsetzen kann.
Als am 14. November die Nachricht im Radio, im Fernsehen, überall, zu lesen war, dass es Anschläge in Paris gab, da war ich erschrocken. Und zwar wirklich. Nachrichten verfolge ich für gewöhnlich mit einem Gefühl der Gleichgültigkeit, aber diese Nachrichten haben mir das Blut in den Adern gefrieren lassen, Paris ist einfach so nah an uns! Als dann auch noch das Fußballspiel in Hannover abgesagt wurde, ist es mir wirklich mulmig geworden. Diese grausame Welt war immer so weit weg von uns, und jetzt steht sie im Grunde vor der Haustür. Ich habe keine Ahnung, wie das weitergeht und habe Angst vor dem, zu dem es sich entwickelt. Wir sind mitunter die erste Generation, die ein Leben ohne Krieg kennt, und ich fände es schön, wenn es so bleiben könnte.
PARIS
Als ich eben am Blogs lesen war, habe ich noch 2 Beiträge gefunden, die ich besonders lesenswert finde, schaut da doch auch mal vorbei, wenn euch das Thema beschäftigt ☺
Carolinas Beitrag hat mich wie immer sogar ein wenig zum Schmunzeln gebracht - sie schafft es einfach, sogar die ernsten, traurigsten Themen mit ein bisschen Licht zu erhellen!
Marisas Beitrag zieht ein bisschen mit mir am selben Strang & war der erste Beitrag, der mir wirklich Tränen in den Augen hat stehen lassen.
PARIS

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