10 November 2015

WHERE THE WILD ONES LIVE #1

Vor ein paar Wochen hat Felix mir einen großen Wunsch erfüllt, hat mich kurzerhand ins Auto gepackt und wir sind nach Stuttgart in den Zoo gedüst. Ich weiß gar nicht mehr, woher dieser Drang kam, unbedingt in den Zoo zu müssen, aber irgendetwas in mir wollte das unbedingt. Es ist schon ein paar Jahre her, dass ich das letzte Mal im Zoo war und in der Wilhelma war ich nicht mehr, seit ich ein Kind war. Ich bin mit diesem Ausflug also auch ein bisschen auf den Spuren meiner Kindheit gereist und besonders schön daran fand ich, Felix an meiner Seite zu haben.
Und natürlich war ich auch heute noch davon entzückt, wie süß die Tiere sind, habe stundenlang den Erdmännchen beim Tunnelgraben zugeguckt und wollte am liebsten einen Elefant mit nach Hause nehmen. Oder einen Affen. Oder eine Giraffe. Oder oder oder. Wie oft ich "Können wir den mitnehmen?" gesagt hab, kann ich gar nicht zählen.
Aber gleichzeitig hat mich ein Affe beinahe zum weinen gebracht, ein Tiger hat mich an mich selbst erinnert, wenn ich nicht raus kann und als ich einen toten Schmetterling im Schmetterlingshaus gefunden habe, wollte ich ihn mit aus dem Zoo nach draußen nehmen, damit er nicht einfach nur weggefegt wird.
Ich habe lange überlegt, ob ich in die Zooreihe einen Post mit den ernsten, traurigen und schockierenden Seiten von Zoos mit hineinbringen soll, aber ich habe mich (vorerst) dagegen entschieden. Man kann schließlich nicht pauschal sagen, dass es für die Tiere ein Horror ist, dort zu sein, denn viele kennen es nicht anders und vermissen wahrscheinlich auch nicht ihre Heimat. Allerdings haben wir noch im Zoo gesagt, dass wir dann doch das nächste Mal einen Zoo nehmen, in dem die Tiere frei sind (denn das gibt es ja) und man durchlaufen oder -fahren kann.

Wilhelma
Wilhelma
Wilhelma
Wilhelma
Wilhelma
Wilhelma
Wilhelma
Wilhelma

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